top of page

Hydnophytum moseleyanum – seltene epiphytische Ameisenpflanze mit kammerartigem Caudex


Hydnophytum moseleyanum Becc., in Kultur oft unter dem Synonym Hydnophytum papuanum bekannt, ist eine faszinierende, epiphytische Myrmekophyte aus den Regenwäldern und Mangroven Papua-Neuguineas. Diese außergewöhnliche Pflanze bildet am Stammansatz einen geschwollenen, kammerartigen Caudex, der in der Natur Ameisen Unterschlupf bietet. In Symbiose mit Philidris-Ameisen profitiert die Pflanze von den Nährstoffen, die durch eingelagertes Detritus entstehen, während die Ameisen Schutz und Nahrung erhalten. Ein Paradebeispiel für ökologische Spezialisierung – und eine echte Sammlerrarität für Liebhaber botanischer Kuriositäten.


● Auffällige Merkmale


  • Wuchsform: streng epiphytisch, mit geschwollenem, hohlem Caudex.
  • Laub: leicht sukkulente, glänzend grüne Blätter an schlanken, aufrechten Trieben.
  • Caudex: glatt, kugelig und mit natürlichen Hohlräumen, die in der Natur Ameisen beherbergen.
  • Blüten & Früchte: kleine, unscheinbare Blüten in den Blattachseln; gelbe bis orange Beeren.
  • Anpassung: myrmekophytisch – angepasst an das Zusammenleben mit Ameisen.

● Herkunft und Ökologie


Die Art ist in den Tropen Papua-Neuguineas und angrenzender Regionen verbreitet und wächst dort ausschließlich auf Bäumen oder Mangroven. Sie bildet niemals Bodentriebe. Die Symbiose mit Ameisen prägt ihre Rolle im Ökosystem: Während die Ameisen Detritus im Caudex einlagern, gewinnt die Pflanze wichtige Nährstoffe. Gleichzeitig bietet sie den Ameisen ein sicheres Refugium. Damit ist Hydnophytum moseleyanum auch ein spannendes Anschauungsobjekt für das Thema Mutualismus.


● So pflegst du Hydnophytum moseleyanum


  • Licht: heller Standort mit viel indirektem Licht; pralle Mittagssonne vermeiden.
  • Temperatur: warm bei 18–28 °C; unter 15 °C besser schützen.
  • Gießen: Substrat gleichmäßig feucht halten, aber nicht vernässen; leicht antrocknen lassen zwischen den Wassergaben.
  • Luftfeuchtigkeit: mindestens 70 % für gesundes Wachstum.
  • Substrat: lockere, durchlässige Mischung mit Rinde, Perlite und organischen Anteilen.
  • Schnitt: vorsichtiges Zurückschneiden fördert kompakteren Wuchs.
  • Düngung: monatlich schwach dosierten Volldünger während der Wachstumszeit geben.

● Mögliche Probleme


  • Caudex- oder Wurzelfäule: entsteht bei zu viel Wasser oder schlechter Drainage.
  • Schwaches Wachstum: meist durch zu wenig Licht oder zu trockene Luft.
  • Schädlinge: anfällig für Schild- oder Wollläuse an Blättern und Trieben.

● Wissenswertes


Auch ohne Ameisen kannst du diese Art problemlos kultivieren – die Kammern im Caudex bleiben leer, behalten aber ihre charakteristische Struktur. Gerade diese bizarr wirkende Basis macht die Pflanze zum Highlight in Terrarien, Sammlungen seltener Caudiciforms oder als Gesprächsstück im Wohnzimmer.


● Zum Namen


Der Gattungsname Hydnophytum leitet sich vom Griechischen hydnon („Knolle“) und phyton („Pflanze“) ab – ein Hinweis auf den knollenartigen Caudex. Das Artepitheton moseleyanum ehrt Henry Nottidge Moseley (1844–1891), einen britischen Naturforscher der Challenger-Expedition.


● Häufige Fragen


  • Braucht die Pflanze Ameisen? Nein, in Kultur wächst sie problemlos ohne Ameisen.
  • Wie groß wird der Caudex? In Kultur mehrere Zentimeter breit, in der Natur deutlich größer.
  • Eignet sie sich fürs Terrarium? Ja, wenn Wärme, hohe Luftfeuchte und Luftzirkulation gewährleistet sind.

● Hydnophytum moseleyanum – ein botanisches Kuriosum für deine Sammlung


Wenn du nach einer Pflanze suchst, die Seltenheit, spannende Ökologie und eine außergewöhnliche Form vereint, ist Hydnophytum moseleyanum genau richtig. Hol dir diese einzigartige Ameisenpflanze und mach sie zum Highlight deiner Sammlung.

Hydnophytum moseleyanum

Nicht verfügbar

  • Hydnophytum moseleyanum ist ca. 20 cm hoch, und wird in einem ⌀ 7 cm Topf geliefert


Oft zusammen gekauft:

bottom of page