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Einblatt (Spathiphyllum) – Was es ist, was nicht, und wie es gesund bleibt

Aktualisiert: 14. Aug.

Das Einblatt (Spathiphyllum spp.) gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und ist fester Bestandteil in Wohnungen, Büros und öffentlichen Räumen. Die klaren Linien, lang anhaltenden weißen Hochblätter und das glänzende, immergrüne Laub wirken beruhigend und pflegeleicht zugleich.


Trotz des umgangssprachlichen Namens „Friedenslilie“ handelt es sich nicht um eine echte Lilie (Lilium spp., Liliaceae). Botanisch zählt das Einblatt zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist eng verwandt mit Anthurien, Philodendren und Zantedeschien. Der auffällige Blütenstand besteht aus einem Hochblatt (Spatha) – einem umgewandelten Blatt – das einen Kolben (Spadix) mit vielen kleinen Einzelblüten umhüllt. Diese Kombination dient in der Natur dazu, Bestäuber gezielt anzulocken.


Die meisten Spathiphyllum-Arten stammen aus Mittel- und Südamerika, vor allem aus Kolumbien und Venezuela. Einige wenige sind im Malaiischen Archipel und auf den Philippinen heimisch. Häufig wird fälschlich „Südostasien“ als Herkunft angegeben, tatsächlich erklärt diese Verbreitung aber ihre Vorliebe für gefiltertes Licht, gleichmäßige Wärme und ein stets feuchtes, aber gut durchlüftetes Substrat.



Nahaufnahme der Blüte von Spathiphyllum cochlearispathum mit weißem Hochblatt und gelblich-weißem Kolben vor schwarzem Hintergrund, detaillierte Darstellung der Blütenstruktur.
Das Hochblatt als Markenzeichen – Grundlage für die botanische Einordnung und Namensgeschichte des Einblatts.



Realistische Erwartungen für die Kultur im Innenraum

Aspekt

Zusammenfassung

Typische Größe im Innenraum

Kleinere Sorten erreichen ausgewachsen etwa 40–60 cm Höhe und Breite, während großwüchsige Züchtungen wie ‘Sensation’ bei optimalem Licht 1–1,5 m hoch werden können.

Wuchsgeschwindigkeit

Mittel, wenn das Einblatt hell, aber ohne direkte Sonne steht; bei wenig Licht verlangsamt sich das Wachstum deutlich.

Blüte in der Wohnung

Das Einblatt kann mehrmals pro Jahr blühen. Die weißen Hochblätter verfärben sich nach rund 10 Tagen hellgrün und bleiben noch etwa einen Monat dekorativ.

Langlebigkeit

Halbimmergrün und bei guter Pflege viele Jahre haltbar; einzelne Blätter bleiben mehrere Monate vital, bevor sie vergilben.

Sicherheit

Alle Pflanzenteile enthalten unlösliche Kalziumoxalatkristalle. Kauen kann Reizungen in Mund und Rachen verursachen – daher außer Reichweite von Kindern und Haustieren platzieren.

Mythos Luftreinigung

Die oft zitierte NASA-Studie von 1989 wurde in geschlossenen Kammern durchgeführt. Spätere Untersuchungen zeigen, dass Lüften die Luft wesentlich effektiver reinigt – realistisch wären 10–1 000 Pflanzen pro m² nötig, um denselben Effekt zu erzielen.

In diesem Ratgeber findest du fundierte botanische Hintergründe, eine Übersicht ausgewählter Arten und Sorten, praxisnahe Pflegehinweise, häufige Fehlerquellen mit Lösungen sowie nachhaltige Kulturmethoden – alles faktenbasiert und ohne wiederholte Gartenmythen.



Inhalt


Detailansicht von Spathiphyllum wallisii mit glänzenden, tiefgrünen Blättern und markanter Blattaderung.
Blattstruktur und Wuchsform – Ausgangspunkt für die Vielfalt innerhalb der Gattung Spathiphyllum.


 1. Botanischer Hintergrund & Vielfalt


Taxonomie & Identität


Das Einblatt gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und zur Tribus Monstereae. Die Typusart ist Spathiphyllum wallisii Regel, erstmals 1877 in Gartenflora 26: 289 beschrieben.


Im englischsprachigen Raum ist die Pflanze unter dem Trivialnamen „Peace Lily“ bekannt – eine Anspielung auf das weiße Hochblatt, das an eine Friedensfahne erinnert. Im Deutschen hat sich dieser Name nicht durchgesetzt; hier ist „Einblatt“ der gängige Begriff, in manchen Kontexten wird jedoch auch „Friedenslilie“ verwendet, vor allem, wenn die symbolische Bedeutung betont werden soll.


Das Einblatt unterscheidet sich grundlegend von echten Lilien (Lilium spp., Liliaceae) – sowohl in der Blütenstruktur als auch in Wachstum und Fortpflanzung. Der Blütenstand besteht aus einem Kolben (Spadix) mit vielen kleinen Einzelblüten, der von einem auffälligen Hochblatt (Spatha) umgeben ist. Dieses dient als optischer Signalgeber für Bestäuber.


🔗 Das Einblatt ist nur eines von vielen faszinierenden Aronstabgewächsen. Lerne weitere Vertreter in Aroids: Die wunderbare Familie der Aronstabgewächse kennen.


Natürliche Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet von Spathiphyllum liegt in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas (Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Ecuador, Peru). Wenige Arten sind im Malaiischen Archipel und auf den Philippinen heimisch. Auf weiten Teilen des südostasiatischen Festlands fehlen sie – entgegen häufiger Marketingaussagen.


Die natürlichen Standorte reichen vom schattigen Waldboden bis zu hellen, feuchten Uferbereichen, was die unterschiedlichen Lichtansprüche zwischen einzelnen Arten erklärt.



Morphologie – Anpassungen an den Unterwuchs


Einblätter sind immergrüne, horstbildende Pflanzen mit Blättern, die direkt aus kurzen, bodennahen Sprossen entspringen. Je nach Art können die Blattspreiten von etwa 10 cm bei Zwergformen bis über 60 cm bei großwüchsigen Arten messen. Die Form variiert von lanzettlich bis breit eiförmig, stets mit einer glänzenden Cuticula, die den Wasserverlust reduziert.


Die Blütenstände erscheinen an separaten Stielen. Die Hochblätter öffnen sich weiß oder cremefarben und verfärben sich später durch Chlorophyllbildung grün, um während der Samenreife zusätzlich Photosynthese zu betreiben. Die Früchte sind kleine Beeren mit mehreren Samen, eingebettet in Fruchtfleisch.



Fortpflanzungsökologie

In der Natur wird Spathiphyllum hauptsächlich von kleinen Käfern (oft Nitidulidae) und gelegentlich von Fliegen bestäubt. Sie werden vom leichten Duft des Kolbens und – bei einigen Arten – von der durch Thermogenese entstehenden Wärme angelockt. Das Hochblatt öffnet sich während der höchsten Empfänglichkeit weit, um auch im schattigen Unterwuchs sichtbar zu bleiben.


In Innenräumen setzen Einblätter ohne Bestäuber selten Samen an. Selbst bei Handbestäubung ist die Samenmenge bei Hybriden oft gering, und die Keimfähigkeit kann niedrig sein. Die Keimung dauert mehrere Wochen bis Monate, Jungpflanzen benötigen in der Regel 2–3 Jahre bis zur Blühreife.


Die meisten Kultursorten werden vegetativ vermehrt – entweder durch Teilung oder über Gewebekultur. So bleiben die Sortenmerkmale erhalten und der langsame, unvorhersehbare Prozess der generativen Vermehrung wird umgangen. Während Wildarten eher Samen bilden, haben viele Hybriden aufgrund genetischer Unterschiede zwischen den Elternarten eine eingeschränkte Fruchtbarkeit.

Spathiphyllum cochlearispathum mit weißem Hochblatt und Kolben, wachsend im feucht-tropischen Regenwald mit gefiltertem Licht.
In seinem tropischen Lebensraum gedeiht Spathiphyllum cochlearispathum bei gefiltertem Licht und hoher Luftfeuchtigkeit – Bedingungen, die sich auch für die Zimmerkultur bewähren.

Bemerkenswerte Wildarten

S. wallisii – Kompakte, immergrüne Art, bis zu 50 cm hoch und breit. Breit lanzettliche, dunkelgrüne Blätter und ein cremeweißes Hochblatt von bis zu 15 cm Länge. Heimat: Kolumbien und Venezuela. Diese Art ist am häufigsten in der Abstammung moderner Einblatt-Hybriden vertreten.


S. cochlearispathum – Ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Bildet dichte Horste aus einem Rhizom und trägt große, breit eiförmige bis lanzettliche, glänzende Blätter. Der Blütenstand besteht aus einem schlanken Kolben und einem weißen Hochblatt von etwa 10 cm Länge.


S. humboldtii – Regenwaldart aus Mittel- und Südamerika mit großen, glänzenden Blättern und einem weißen Hochblatt von bis zu 10 cm Länge. Wächst aus einem Rhizom in dichter Rosettenform und gedeiht besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit und wenig Licht.


S. floribundum – Auch bekannt als „Schneeblüten-Friedenslilie“. Heimat: Nordwestliches Südamerika (von Panama ostwärts bis Venezuela und südwärts bis Peru). Die Blätter werden 12–20 cm lang und 5–9 cm breit. Das Hochblatt ist grünlich- bis gelblich-weiß und erreicht 10–20 cm Länge.


S. cannifolium – Immergrüner, horstbildender Halbstrauch, etwa 50 cm hoch und 60–90 cm breit. Große, glänzende, dunkelgrüne, ovale Blätter. Das blassgelbe bis elfenbeinfarbene Hochblatt biegt sich zurück und gibt den schlanken, elfenbeinfarbenen Kolben frei. Heimat: Neotropis; bevorzugt Halbschatten und feuchte, lockere Böden.


S. ortgiesii – Stammt aus den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Glänzende, eiförmige bis lanzettliche Blätter und ein weißes Hochblatt von etwa 8–10 cm Länge, gelegentlich leicht duftend. Wächst aus einem Rhizom in kompakter Rosette und eignet sich gut für die Topfkultur.


S. blandum – Kleine Art aus Mittel- und Südamerika mit dunkelgrünen, lederartigen, ovalen Blättern von bis zu 30 cm Länge und einem weißen Hochblatt von etwa 10 cm. Bildet eine kompakte Rosette und ist ideal für kleinere Innenräume geeignet.


Ausgewählte Sorten & Eigenschaften im Innenraum






Ausgewählte Sorten & Eigenschaften im Innenraum

Sorte

Größe (H × B) im Innenraum

Blattlänge

Merkmale der Belaubung

Lichtverträglichkeit

Blühverhalten im Innenraum

Wuchsgeschwindigkeit

‘Vivaldi’

40–60 cm × 60 cm (in manchen Fällen bis 75 cm × 30 cm)

15–30 cm

Tiefgrüne, leicht gewellte Blätter; kompakter, horstiger Wuchs; häufig weiße Hochblätter

Helles, indirektes Licht ideal; verträgt mäßigen Schatten

Mittel; blüht bei gutem Licht regelmäßig

Mittel

‘Diamond’

60–80 cm × 40–60 cm (in kleinen Töpfen oft nur 35–40 cm)

ca. 20 cm

Lanzettliche Blätter mit cremeweißer Panaschierung

Benötigt helles, indirektes Licht, um Zeichnung zu erhalten; verträgt wenig Licht, verliert dann aber Musterung

Gelegentlich elfenbeinfarbene Hochblätter; in tiefem Schatten weniger Blüten

Mittel

‘Sweet Silvana’

30–60 cm × 60 cm (in großen Töpfen bis 80–90 cm)

20–30 cm

Aufrechter, horstiger Wuchs; breite, sattgrüne Blätter; weiße bis cremefarbene Hochblätter

Bevorzugt helles, indirektes Licht; toleriert wenig Licht (mit weniger Blüten)

Mittel; blüht bei gutem Licht in Intervallen

Mittel

‘Pearl Cupido’

30–60 cm × 60 cm

bis 90 cm

Dunkelgrüne, lanzettliche Blätter, länger als die Pflanzenhöhe; horstbildend

Helles, indirektes Licht bevorzugt; bei weniger Licht weniger Hochblätter

Blüht gelegentlich; stärker blattbetont

Mittel

‘Sensation’ (S. wallisii ‘Sensation’)

150–180 cm × 90–120 cm

40–60 cm

Sehr große, tief gerippte, dunkelgrüne Blätter; kräftige Stiele

Mittleres bis schwaches Licht; direkte Sonne meiden

Gering; blüht im Innenraum selten

Langsam bis mittel

‘Sweet Sebastiano’

130–160 cm × 100–130 cm

30–40 cm

Große, lanzettliche, glänzende Blätter; aufrechter Wuchs; auffällige weiße Hochblätter

Bevorzugt helles, indirektes Licht; verträgt wenig Licht (reduzierte Blüte)

Mittel bis hoch; bei gutem Licht und Düngung ganzjährig möglich

Mittel

‘Sweet Lauretta’

80–100 cm × 50–85 cm

37 cm

Große, glänzende, dunkelgrüne Blätter; angenehm duftende weiße Hochblätter; mäßig kräftiges Wachstum

Helles, indirektes Licht; verträgt Halbschatten

Mittel; Hauptblüte im Frühling und Sommer

Mittel bis schnell

‘Torelli’

30–50 cm × 50 cm

15–25 cm

Kompakt, horstbildend; glänzende, dunkelgrüne Blätter mit schmal zulaufenden, leicht gewellten Rändern; leichter Duft

Helles, indirektes Licht; verträgt wenig Licht (mit weniger Blüten)

Mittel; weiße Hochblätter erscheinen mehrmals im Jahr

Mittel


Hinweise:

  • Höhen- und Breitenangaben beziehen sich auf ausgewachsene Pflanzen im Innenraum; jüngere oder stark durchwurzelte Exemplare bleiben kleiner.

  • Blattlängen sind Durchschnittswerte.

  • Viele kommerzielle Sorten sind Polyploide, was zu dickeren Blättern, größeren Zellen und oft langsamerem Wachstum führt (Vanstechelman et al. 2009).



📌 Worauf es ankommt: Die Vielfalt bei Spathiphyllum reicht von kleinen Schreibtischpflanzen bis zu raumhohen Solitären. Lichtverträglichkeit, Blühverhalten und Wuchsgeschwindigkeit variieren je nach Art und Sorte – wer diese Eigenschaften an die eigenen Standortbedingungen anpasst, sichert langfristigen Erfolg..



Entdecke unsere komplette Auswahl an Spathiphyllum-Sorten und finde genau das Einblatt, das zu deinem Licht und deinem Platzangebot passt.





Wild wachsendes Einblatt (Spathiphyllum) zwischen tropischer Vegetation im schattigen Unterwuchs eines Regenwaldes.
Das Einblatt wächst im Unterwuchs tropischer Wälder, wo gleichmäßige Feuchtigkeit und Schutz vor direkter Sonne ideale Voraussetzungen bieten. Das natürliche Habitat erklärt, warum das Einblatt bestimmte Licht- und Feuchtigkeitsansprüche hat.

2. Natürlicher Lebensraum & Ökologische Anpassungen


Leben unter dem Regenwalddach


In ihrer Heimat – von Tieflandwäldern in Kolumbien und Venezuela bis zu mittleren Höhenlagen auf den Philippinen – wachsen Einblätter im Unterwuchs, wo das Licht durch mehrere Kronenschichten gefiltert wird. Die Lichtintensität ist sanft, oft unter 5 % der vollen tropischen Sonneneinstrahlung, und fällt in wechselnden, gesprenkelten Mustern auf den Boden.


Sie kommen von Meereshöhe bis in Höhen um 1200 m vor. Formen aus höheren Lagen erleben oft kühlere Nächte und zeigen eine höhere Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen – eine Eigenschaft, die einige Kultivare geerbt haben.


Tagsüber liegen die Temperaturen ganzjährig meist zwischen 18–30 °C, die Nächte sind nur etwas kühler, und die Luftfeuchtigkeit fällt selten unter 70 %. Die Luftbewegung ist gering; der Waldboden wirkt still, wird aber ständig durch Verdunstung und regelmäßige Niederschläge mit Feuchtigkeit versorgt.


💡 Für die Wohnung: Helles, indirektes Licht, gleichmäßige Wärme und moderate Luftfeuchtigkeit anstreben. Vor direkter Mittagssonne schützen und nicht in Zugluft oder in den Luftstrom trocknender Heiz- oder Klimageräte stellen.



Nicht immer tiefster Schatten


Obwohl Spathiphyllum in schwachem Licht überleben kann, unterscheiden sich Arten und Sorten deutlich in ihren Vorlieben:


  • S. friedrichsthalii gedeiht an sumpfigen Flussufern mit zeitweise direkter Sonne.

  • Panaschierte Sorten wie ‘Domino’ und ‘Picasso’ brauchen helles, indirektes Licht, um ihre Musterung klar zu halten.

  • Großblättrige, grüne Formen wie ‘Sensation’ und Wildformen von S. humboldtii vertragen auch tiefen Schatten, ohne an Vitalität zu verlieren.


💡 Für die Wohnung: Die Sorte an die Lichtverhältnisse anpassen – panaschierte Pflanzen näher an ein helles, aber gefiltertes Fenster stellen, einfarbig grüne Formen sind flexibler in der Platzierung.



Vielfalt der Mikrohabitate


In der Natur wächst das Einblatt in unterschiedlichen Mikrohabitaten:


  • Uferzonen und Sümpfe – Wurzeln oft in nassem Boden, jedoch mit ständiger Sauerstoffversorgung durch bewegtes Wasser.

  • Humusreiche Waldböden – Gleichmäßig feucht und gut drainiert, unter höheren Pflanzen.


💡 Für die Wohnung: Pflanzen, die von feuchteren Standorten abstammen, vertragen etwas häufigeres Gießen, sofern das Substrat gut belüftet ist. Bei Arten aus trockeneren Habitaten kurze Oberflächentrockenheit zwischen den Wassergaben zulassen.



Anpassungen von Blättern & Wurzeln


Das Einblatt hat Eigenschaften entwickelt, um wechselnde Licht- und Feuchtigkeitsbedingungen zu meistern:


  • Breite, glänzende Blätter maximieren die Lichtaufnahme bei schwacher Beleuchtung und reduzieren gleichzeitig den Wasserverlust.

  • Faserige Wurzeln breiten sich weit in lockeren, humusreichen Böden aus und überstehen kurzzeitige Überflutung oder Austrocknung, solange Sauerstoff verfügbar ist.

  • Vergrünung der Hochblätter – nach der Bestäubung bildet sich Chlorophyll, und das Hochblatt übernimmt Fotosynthese zur Unterstützung der Samenentwicklung.

  • Temperaturreaktion: Die meisten Kultivare verengen ihre Blätter und verlangsamen das Wachstum über 29 °C; hitzetolerante Linien (UF474-1, UF576-14) behalten ihre Blattbreite auch bei wärmeren Bedingungen.

  • UV-Toleranz: Versuche (Metwally et al. 2019) zeigen, dass S. wallisii bei starker UV-B-Bestrahlung kleinere Blätter und weniger Chlorophyll entwickelt, gleichzeitig aber schützende Pigmente und Antioxidantien bildet. Das deutet auf eine gewisse Anpassungsfähigkeit an gelegentlich hohe Lichtintensitäten hin – längere direkte Sonne im Innenraum kann dennoch zu Blattverbrennungen führen.


💡 Für die Wohnung: Ein luftiges, organisch reiches Substrat verwenden, um Sauerstoff an den Wurzeln zu halten; Hitzestau in Fensternähe im Sommer vermeiden.



Bodenchemie & Struktur


In ihrem natürlichen Lebensraum wurzelt das Einblatt in tiefen Schichten aus verrottendem Pflanzenmaterial, das:


  • Nährstoffreich ist, durch den kontinuierlichen Abbau organischer Substanz.

  • Gut drainiert bleibt, dank grober Partikel und durchwurzelter Kanäle.

  • Leicht sauer ist (pH 5,5–6,5), was die Nährstoffverfügbarkeit optimiert.


Feld- und Laborversuche (Kakoei & Salehi, 2013) bestätigen bestes Wachstum in feuchtigkeits­haltenden, aber gut belüfteten Substraten. Reines Perlit oder Perlit-Sand-Mischungen können bei gleichmäßiger Nährstoffversorgung große Blätter und kräftige Wurzeln hervorbringen. Kokosfaser- oder Torfmischungen ähneln dem natürlichen Waldboden, sollten jedoch vor der Verwendung gründlich gespült werden, um Salzrückstände zu entfernen.


💡 Für die Wohnung: Ein Substrat wählen, das schnell abtrocknet, aber dennoch Wasser speichert, und den pH-Wert im leicht sauren Bereich halten.



Natürliche Konkurrenz


Im Unterwuchs wächst das Einblatt zwischen Farnen, Maranten, Philodendren und jungen Palmen – stets im Wettbewerb um kurze Lichtfenster. Dadurch hat es die Fähigkeit entwickelt, Blattstellung und -größe an die verfügbaren Lichtverhältnisse anzupassen.


💡 Für die Wohnung: Wenn dein Einblatt zunehmend längere und schmalere Blätter bildet, passt es sich an weniger Licht an. Ein etwas hellerer Standort sorgt für kompakteres Wachstum.



Bestäubungsökologie im Kontext


In der Natur wird Spathiphyllum vor allem von kleinen Käfern und Fliegen bestäubt, die vom Duft des Kolbens angezogen werden. Die Position und lange Haltbarkeit des Hochblatts in schwachem Licht sorgen dafür, dass die Bestäuber es zuverlässig finden.


Nach der Bestäubung bilden sich kleine, fleischige Beeren, die zu blassgrün oder gelb abreifen. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet werden diese Früchte von kleinen Vögeln oder bodenlebenden Tieren gefressen, die die Samen über ihren Kot verbreiten. Im Innenraum ist Fruchtbildung ohne manuelle Bestäubung selten; Samen werden in der Regel in kontrollierten Bedingungen von Hand ausgesät.


💡 Für die Wohnung: Ohne natürliche Bestäuber ist Samenbildung selten. Wer Saatgut gewinnen möchte, kann manuell bestäuben, die meisten Pflanzenliebhaber setzen jedoch auf Teilung.



Unerwartete Widerstandsfähigkeit


Eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigte, dass S. kochii in mehrfach schwermetallbelasteten Böden ohne sichtbare Schäden wachsen konnte. Die Zugabe von Natriumsilikat reduzierte die Metallaufnahme um bis zu 42 % und steigerte gleichzeitig die Biomasse. Diese Anpassungsfähigkeit deutet auf ein Potenzial zur Phytosanierung in kontrollierten Projekten hin – für den Hausgebrauch ist dies jedoch nicht relevant.


💡 Für die Wohnung: Diese Widerstandsfähigkeit erklärt, warum ein gesundes Einblatt nach kurzzeitigem Stress schnell wieder zu alter Form zurückfinden kann, sobald die richtigen Bedingungen gegeben sind.



📌 Worauf es ankommt:  Das Einblatt ist auf hellen Schatten, warme und feuchte Luft, nährstoffreiche, luftige Substrate und sanfte Luftbewegung angepasst. Im Innenraum sollte man diese Faktoren nachbilden – nicht den kompletten Regenwald – und die Pflanze wird die gleiche Anpassungsfähigkeit zeigen, die ihr in der Natur das Überleben sichert.



Zwei getopfte Einblatt-Pflanzen (Spathiphyllum) in geflochtenen Körben, dekorativ in einem modernen Wohnraum platziert.
Einblätter als stilvolle Wohnaccessoires – mehr als Dekoration: Symbolträger und Begleiter für Ruhe, Erneuerung und Harmonie.

3. Kulturelle Bedeutung & Psychologische Vorteile


Symbolik in der Moderne

Die Verbindung des Einblatts (Spathiphyllum) mit Ruhe, Reinheit und Erneuerung ist keine jahrhundertealte Überlieferung, sondern eine moderne kulturelle Interpretation. Historische Quellen nennen keine Rolle dieser Pflanze in vorkolonialen Mythen, Ritualen oder der Kunst. Ihre symbolische Bedeutung entstand in der westlichen Gartenkultur und Floristik Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem sie aus Südamerika eingeführt wurde.



💡 Namensherkunft:

  • Einblatt – bezieht sich auf die Blütenstruktur: ein einzelnes, auffälliges Hochblatt umgibt den Kolben.

  • Friedenslilie – angelehnt an das englische „Peace Lily“: Das weiße Hochblatt erinnert in Form und Farbe an eine weiße Fahne, das internationale Symbol für Waffenstillstand und Frieden. Diese visuelle Assoziation machte den Namen in der westlichen Pflanzenvermarktung erfolgreich. Trotz des Namens handelt es sich nicht um eine echte Lilie (Lilium spp.), sondern um ein tropisches Aronstabgewächs.


Im westlichen Kulturraum wird das Einblatt häufig als Trauergabe verschenkt und ist bei Beerdigungen oder Gedenkfeiern ein vertrauter Anblick. Immergrünes Laub und wiederkehrende Blüten gelten hier als Sinnbild für ewiges Leben, Erneuerung und den Weg der Seele. Das weiße Hochblatt verstärkt diese Botschaft von Frieden und Loslassen.


Auch in Büros und als Firmengeschenk findet Spathiphyllum Verwendung – als Symbol für Beständigkeit, dezente Eleganz und eine einladende Atmosphäre. In Teilen Asiens hingegen sind weiße Blüten stärker mit Trauer assoziiert, was den Bedeutungsgehalt verändert.


💡 Praxis-Tipp: Wer diese kulturellen Unterschiede kennt, kann bewusster entscheiden, wann und wo ein Einblatt verschenkt oder platziert wird.



Achtsamkeit & Ruhe im Alltag


Das Einblatt kann mehr als nur dekorativ sein – es eignet sich ideal für achtsame Pflegerituale. Eine japanische Studie (Lee et al., 2015) zeigte, dass das Umtopfen und Pflegen von Zimmerpflanzen, darunter Spathiphyllum, die Aktivität des sympathischen Nervensystems senken und den diastolischen Blutdruck reduzieren kann.


Auch andere Untersuchungen im Bereich der Umweltpsychologie belegen, dass Pflanzen das subjektive Wohlbefinden, die Konzentration und die Stimmung steigern können – selbst ohne messbare physiologische Veränderungen.


Ein Vorteil des Einblatts: Es reagiert sichtbar auf Pflege. Hängende Blätter zeigen Wassermangel an, und wenige Stunden nach dem Gießen richtet sich die Pflanze deutlich auf. Solche Momente – Substrat prüfen, einen neuen Austrieb entdecken – können helfen, die Aufmerksamkeit vom Bildschirm auf den Moment zu lenken.



Reinigt das Einblatt die Luft?


Kurz gesagt: Nicht in einem relevanten Maß für die Raumluftqualität.


Der Mythos geht auf die NASA-Studie von 1989 zurück, die Spathiphyllum wallisii in geschlossenen Testkammern VOCs (flüchtige organische Verbindungen) abbauen ließ. In realen Wohn- oder Büroräumen jedoch:


  • Lüften (selbst nur Fenster öffnen) reduziert VOCs um ein Vielfaches schneller.

  • Es wären hunderte große Exemplare pro Quadratmeter nötig, um den Effekt normaler Luftzirkulation zu erreichen.


Trotzdem nutzen Marketingtexte das „luftreinigend“-Label noch immer – was dazu führen kann, dass Pflanzen als reine Deko-Luftfilter aufgestellt und dabei zu dunkel platziert werden, was ihre Lebensdauer verkürzt.


Wie alle grünen Pflanzen nimmt das Einblatt CO₂ auf, jedoch in Mengen, die für die Raumluft unerheblich sind. Die echten Vorteile sind optisch, psychologisch und symbolisch – nicht technisch.



🔗 Mehr zu den wissenschaftlichen Hintergründen findest du in unserem Beitrag Luftreinigende Zimmerpflanzen? Gutes Marketing. Fragwürdige Forschung.




Warum das trotzdem wichtig ist

Auch ohne übertriebene Marketingversprechen bleibt das Einblatt (Spathiphyllum) aus einem einfachen, aber entscheidenden Grund lohnenswert: Es ist eine Pflanze, die Freude macht. Sie belohnt die Pflege mit sichtbarem Wachstum und gibt dir die Möglichkeit, ein lebendiges Wesen über Jahre hinweg zu begleiten.


Vom Anpassen von Licht- und Gießgewohnheiten bis hin zum Experimentieren mit Substraten und Vermehrungsmethoden – jede Phase bietet die Gelegenheit, eigene Fertigkeiten zu erweitern und die Bedürfnisse der Pflanze besser zu verstehen. Das Entfalten neuer Blätter oder das Erscheinen frischer Hochblätter ist ein direkter Erfolg deiner Pflege – und einer der befriedigendsten Momente im gesamten Hobby.



Person am Tisch mit kleinem getopften Einblatt, Pflanzenpflegebuch, Erde und Pflanzwerkzeugen, Konzept der Zimmerpflanzenpflege.
Von Standort bis Substrat – so übersetzt man den Regenwald in die eigenen vier Wände.ant’s natural needs.

4. Pflege & Kultur – Die richtigen Bedingungen im Innenraum schaffen



🔆 Licht – Der Regenwaldboden als Vorbild


Das Einblatt stammt aus den schattigen Schichten tropischer Regenwälder, wo Sonnenlicht durch mehrere Kronenschichten gefiltert wird. In Innenräumen bedeutet das: Helles, indirektes Licht ist optimal – zum Beispiel an einem Ostfenster oder etwas zurückgesetzt an einem hellen Süd- oder Westfenster, idealerweise mit einem leichten Vorhang als Lichtfilter.

Bei schwachem Licht überlebt das Einblatt zwar, wächst aber langsamer, die Blätter können dünner werden und die Blühfrequenz sinkt. Panaschierte Sorten wie ‘Domino’ oder ‘Picasso’ benötigen helleres, indirektes Licht, um ihre Musterung klar zu behalten. Großblättrige, grüne Formen wie ‘Sensation’ vertragen hingegen auch dunklere Standorte, ohne an Vitalität einzubüßen.


Blühauslöser: Die meisten Sorten benötigen rund 10.000–15.000 Lux über mehrere Wochen bei einer täglichen Beleuchtungsdauer von 12–14 Stunden, um Blüten anzulegen. Das entspricht etwa der Helligkeit eines gut beleuchteten Raumes an einem klaren Tag, in dem man problemlos ohne Lampe lesen könnte. Unter solchen Bedingungen blühen die Pflanzen im Innenraum typischerweise 1–3 Mal pro Jahr, mit Blühzyklen von jeweils 4–8 Wochen.


Warum das Hochblatt schneller vergrünt: Bei hoher Lichtintensität und warmen Temperaturen verkürzt sich die reinweiße Phase des Hochblatts, da die Chlorophyllproduktion früher einsetzt. Für die Pflanze bedeutet das mehr Photosynthese während der Samenentwicklung, für den Indoor-Gärtner jedoch, dass sich das Hochblatt manchmal schon nach einer Woche grün färbt, statt nach zwei. Helles, aber indirektes Licht und Temperaturen unter 28 °C verlängern die reinweiße Phase.



Saisonale Anpassung:


  • Winter: Pflanze näher ans Fenster rücken, um kürzere und schwächere Tage auszugleichen.

  • Sommer: Etwas weiter vom Fenster entfernt platzieren, um Hitzestau zu vermeiden.



➜ Visuelle Hinweise:


  • Zu wenig Licht: Große Abstände zwischen den Blättern, dunkleres und weicheres Laub, monatelang keine Blüte.

  • Zu viel Licht: Gelbliche oder blasse Flecken, trockene Ränder, ausgeblichene Partien bei Panaschierungen.

  • Optimales Licht: Kompakte, intensiv gefärbte Blätter und gleichmäßiger Neuzuwachs.


Achtung: Direkte Mittagssonne hinter Glas kann wie ein Brennglas wirken und Blattschäden verursachen, besonders bei panaschierten Sorten.


🔗 Unsicher, ob dein Fenster den richtigen Standort bietet?Unser Ratgeber „Fensterausrichtung & Pflanzenwahl verstehen“ hilft dir, dein Einblatt optimal zu platzieren.


💧 Wasser – Gleichmäßige Feuchte ohne Staunässe


Der Wurzelbereich des Einblatts sollte stets gleichmäßig feucht bleiben. Warte mit dem nächsten Gießen, bis die obersten 2–3 cm des Substrats abgetrocknet sind. Gieße immer so lange, bis überschüssiges Wasser aus dem Topfboden abläuft – häufige kleine „Schlückchen“ können vor allem in torfbasierten Mischungen zu trockenen Taschen führen, die die Wurzeln schwächen.


Das deutliche Erschlaffen der Blätter ist ein eingebautes Warnsignal für Wassermangel – sollte aber nicht zur Routine werden. Wiederholtes Welken belastet das Gewebe und verkürzt die Lebensdauer der Blätter. Besser ist es, die Feuchte zu prüfen – mit dem Finger, durch Anheben des Topfes oder mit einem Holzstäbchen: Kommt es trocken und sauber heraus, ist es Zeit zu gießen.



Saisonale Anpassung:


  • Winter: Weniger häufig gießen, wenn Wachstum und Verdunstung geringer sind – dennoch immer gründlich wässern.

  • Sommer / beheizte, trockene Räume: Öfter gießen, um gleichmäßige Feuchte zu halten.



Einfluss von Substrat & Topf:


Substrate mit hohem Rinden- oder Perlitanteil trocknen schneller ab als dichte Torfmischungen. Terrakottagefäße lassen Feuchtigkeit schneller verdunsten als Kunststoff- oder glasierte Keramiktöpfe. Passe die Gießintervalle daher an Substrat und Topfmaterial an – nicht starr an einen Kalender.



Wasserqualität:


Bei Leitungswasser mit hohem Fluorid- oder Chlorgehalt empfiehlt es sich, das Wasser vor dem Gießen über Nacht stehen zu lassen, Regenwasser zu nutzen oder auf gefiltertes Wasser umzusteigen, um Blattspitzenverbrennungen zu vermeiden.



Nachsorge & Salzmanagement:


Untersetzer oder Übertopf nach dem Gießen immer entleeren, damit keine Staunässe entsteht. Spüle das Substrat alle 1–2 Monate gründlich durch, um angesammelte Düngesalze auszuschwemmen.



➜ Visuelle Hinweise:


  • Zu wenig Wasser: Weiche, schlaffe Blätter, die sich innerhalb weniger Stunden nach dem Gießen erholen.

  • Zu viel Wasser: Von der Basis her vergilbende Blätter, dauerhaft nasses Substrat oder ein muffiger Geruch aus dem Topf.



🔗 Zu viel Wasser ist der schnellste Weg, ein Einblatt zu verlieren. In unserem Ratgeber Weiche Stängel, schwarze Wurzeln? Deine Pflanze fault – was jetzt? erfährst du, wie du das Problem vermeidest und behandelst.


🌡️ Temperatur & Luftfeuchtigkeit – Tropisches Wohlfühlklima


Spathiphyllum gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 20–28 °C. Unter 15 °C verlangsamt sich das Wachstum deutlich, und ab 7 °C oder kühler drohen Kälteschäden. Die Pflanze reagiert empfindlich auf plötzliche Temperaturschwankungen – daher nicht in der Nähe von Heizkörpern, Klimaanlagen oder zugigen Fenstern platzieren. Ein sanfter Temperaturabfall in der Nacht auf etwa 18 °C entspricht den natürlichen Bedingungen und ist unproblematisch.


Beim Transport in der kalten Jahreszeit sollte das Einblatt gut eingepackt werden – schon wenige Minuten unter 10 °C können zu Blattschäden führen. Im Winter keine Töpfe direkt auf kalte Böden oder Fensterbänke stellen, da der Wurzelbereich dort deutlich kühler werden kann als die Raumluft.


Die Pflanze fühlt sich bei 40–60 % Luftfeuchtigkeit wohl, aber Blattglanz, -größe und Vitalität verbessern sich bei über 60 %. In der Heizperiode sinkt die Luftfeuchte oft schnell – deshalb regelmäßig prüfen und bei Werten unter 40 % erhöhen. Bei Hitze in Kombination mit niedriger Luftfeuchtigkeit können braune Blattränder entstehen, selbst wenn das Substrat ausreichend feucht ist. Im Sommer sollte man das Einblatt vor intensiver Spätnachmittagssonne schützen und für leichte Luftbewegung sorgen, um Hitzestress zu reduzieren.



Möglichkeiten zur Luftfeuchterhöhung:


  • Pflanzen zu Gruppen zusammenstellen

  • Luftbefeuchter einsetzen

  • In natürlich feuchteren Räumen platzieren (nur wenn Temperatur und Licht stimmen)



❗ Warnsignale:


  • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit: Trockene Blattränder, eingerollte Spitzen, langsames Entfalten neuer Blätter

  • Temperaturstress: Hängende, gelbliche oder kollabierende junge Blätter

  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit ohne Luftbewegung: Kleine dunkle oder wassergetränkte Flecken auf den Blättern durch Pilzbefall – Luftzirkulation verbessern, ohne die Feuchte stark zu senken


Hinweis: Besprühen bietet nur kurzfristige Linderung und ist bei stabiler Raumluftfeuchte nicht nötig. Temperatur- und Luftfeuchteänderungen sollten immer schrittweise über mehrere Tage erfolgen, um Stress zu vermeiden.


🔗 Mehr Tipps ohne Rätselraten: In unserem Beitrag Die richtige Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen: Tipps, Hilfsmittel und häufige Fehler erfährst du, wie du die ideale Feuchte für dein Einblatt sicher erreichst.


Ausgetopftes Einblatt (Spathiphyllum) mit freiliegenden Wurzeln, verschütteter Erde und Handschaufel auf weißem Hintergrund.
Beim Umtopfen lässt sich der Wurzelzustand des Einblatts prüfen und das Substrat auffrischen, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen.

🌱 Substrat & pH – Die richtige Grundlage


Spathiphyllum wächst in seiner natürlichen Umgebung in lockeren Schichten aus verrottendem Pflanzenmaterial. Dieses Milieu solltest du im Topf nachahmen – mit einem Substrat, das:


  • Feuchtigkeit speichert, ohne sich zu verdichten

  • Gut abfließt, damit die Wurzeln stets ausreichend Sauerstoff erhalten

  • Leicht sauer ist (pH 5,5–6,5), um eine optimale Nährstoffaufnahme zu ermöglichen



Universalmischung: 


1 Teil ausgespülte Kokosfaser + 1 Teil Perlit oder feine Orchideenrinde. Perlitreiche Mischungen fördern kräftige Wurzeln und große Blätter, wenn die Nährstoffversorgung konstant ist. Beachte: Langzeitdünger zersetzen sich in warmen, feuchten Mischungen schneller – passe die Düngung entsprechend an.



Topf & Drainage: 


Kunststofftöpfe halten Feuchtigkeit länger, Terrakotta trocknet schneller. Passe deine Gießgewohnheiten dem Topfmaterial an. Ganz gleich, welchen Topf du wählst – er sollte mindestens ein freies Abflussloch haben. Übertöpfe ohne Loch nur als dekorative Hülle für den Pflanztopf verwenden.



Wurzelgesundheit:

 

Gesunde Wurzeln sind fest, weiß bis cremefarben. Dunkle, matschige oder übelriechende Wurzeln weisen auf Verdichtung oder Überwässerung hin – in diesem Fall das Substrat austauschen.



Feuchtestabilisierung: 


Eine dünne Abdeckung aus feiner Rinde oder Moos kann in trockenen Räumen die Verdunstung verlangsamen. Vermeide jedoch dicke, dauerhaft nasse Schichten, die den Pflanzenansatz feucht halten.



Umtopfen: 


Das Substrat alle 1–2 Jahre erneuern, da organisches Material mit der Zeit zusammenfällt und sich verdichtet. Beim Umtopfen nur einen Topf wählen, der 2–4 cm breiter ist als der vorherige – zu große Gefäße können zu Staunässe führen.



🔗 Willst du das Substrat für dein Einblatt exakt abstimmen?


Im Das beste Aroid-Substrat mischen – Wurzelgerechte Mischungen für Philodendron, Anthurium & mehr erfährst du, wie sich Korngröße, Belüftung und Feuchtigkeitsspeicherung auf die Wurzelgesundheit auswirken – und wie du deine Mischung an den natürlichen Wuchs anpasst.


🧪 Düngung – Unterstützen statt Überfordern


Das Einblatt ist kein Starkzehrer. Dünge es leicht – am besten mit einem ausgewogenen, wasserlöslichen Dünger in ¼ der empfohlenen Konzentration alle 6–8 Wochen über das ganze Jahr hinweg, angepasst an das tatsächliche Wachstum. In lichtarmen Wintermonaten kann die Düngung reduziert oder pausiert werden, wenn das Wachstum deutlich langsamer wird. Sobald sich neue Blätter zeigen, kann wieder mit der Nährstoffgabe begonnen werden.



Überdüngung vermeiden:


  • Zu viel Stickstoff (N) führt zu üppigem Blattwachstum, oft auf Kosten der Blütenbildung.

  • Ein Überschuss an Phosphor (P) kann bei manchen Sorten die Blüte hemmen.

  • Ausgewogene NPK-Formulierungen sind ideal, sofern nicht gezielt nur das Laub gefördert werden soll.

  • Organische Alternativen wie Algenextrakt oder Wurmhumus wirken milder und sorgen für eine länger anhaltende Versorgung.



❗ Typische Nährstoffmängel:


  • Magnesiummangel: Aufhellung zwischen den Blattadern (interveinale Chlorose) – nur bei gesicherter Diagnose mit einer kleinen Gabe Bittersalz beheben.

  • Stickstoffmangel: Helle, neue Blätter und insgesamt verringerte Vitalität.

  • Kaliummangel: Vergilbung älterer Blätter von den Spitzen her nach innen.

  • Phosphormangel (selten im Innenraum): Rötlich-violette Verfärbung älterer Blätter.



Anwendungstipps:


  • Dünger stets auf bereits angefeuchtetes Substrat geben, um Wurzelschäden zu vermeiden.

  • Konzentrierte Lösungen nicht über Blätter oder Pflanzenansatz gießen.

  • Alle 1–2 Monate den Topf gründlich mit klarem Wasser durchspülen, um angesammelte Salze auszuschwemmen – besonders wichtig bei feinkrümeligen Substraten, die Nährstoffe länger halten.



🔗 Mehr zur Auswahl des richtigen Düngers:

In unserem Beitrag Welcher Dünger funktioniert am besten für deine Zimmerpflanzen? erfährst du, welche Düngerarten, NPK-Verhältnisse und Strategien sich für kräftiges Blattwachstum oder eine reiche Blüte am besten eignen.



✂️ Pflege & Erhaltung 

Damit dein Einblatt (Spathiphyllum) gesund bleibt und attraktiv aussieht, lohnt sich eine regelmäßige Pflegeroutine:


  • Blätter monatlich abwischen – Mit einem weichen, feuchten Tuch oder Mikrofasthandschuhen, um Staub zu entfernen und die Blattoberfläche frei atmen zu lassen.


  • Kein Blattglanzmittel – Handelsübliche Produkte können die Poren verstopfen. Klare, handwarme Wasserspülung reicht völlig aus.


  • Pflanzenkontrolle beim Reinigen – Blattunterseiten und den Bereich entlang der Hauptadern auf frühe Anzeichen von Schädlingen prüfen (z. B. Schildläuse, Wollläuse, Spinnmilben).


  • Gelbe oder beschädigte Blätter entfernen – Möglichst direkt an der Basis abschneiden. Das ist oft nur ein Zeichen natürlicher Alterung.


  • Verblühte Hochblätter entfernen – Den Blütenstiel so nah wie möglich am Ansatz kappen, ohne neues Wachstum zu verletzen. Eventuelle Pflanzenreste rund um den Wurzelansatz beseitigen, um Feuchtigkeitsstau und Fäulnis vorzubeugen.


  • Werkzeuge desinfizieren – Vor dem Schneiden mit 70 % Alkohol oder kochendem Wasser behandeln, um Krankheitsübertragungen zu verhindern.


  • Pflanze regelmäßig drehen – Alle paar Wochen um 90° drehen, damit alle Seiten gleichmäßig Licht erhalten und der Wuchs symmetrisch bleibt.


  • Sommerschnitt oder nach starker Blüte – Ein leichtes Auslichten älterer Blätter kann die Luftzirkulation verbessern und der Pflanze ein frischeres Aussehen geben.



Reihenweise getopfte Einblatt-Pflanzen (Spathiphyllum) in professioneller Gewächshauskultur, bereit für den Verkauf.
In professionellen Gärtnereien werden Einblätter in großer Zahl kultiviert – meist über Teilung oder Gewebekultur für gleichmäßige Qualität.


🪴 Vermehrung – Einfache Teilung


Teile dein Einblatt (Spathiphyllum), wenn es im Topf zu dicht steht oder weniger blüht – idealerweise im Frühjahr oder Frühsommer, wenn das Wachstum aktiv ist.


So gehst du vor:


  1. Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen und die Wurzelballen behutsam auseinanderziehen.

  2. Jede Teilpflanze sollte gesunde, feste Wurzeln und mindestens 2–3 Blätter besitzen.

  3. Mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer desinfizierten Schere saubere Schnitte setzen, um Gewebeschäden zu minimieren.

  4. Teilstücke so eintopfen, dass der Vegetationspunkt (Kronenansatz) auf oder leicht über Substrathöhe sitzt, um Fäulnis zu vermeiden. Verwende einen Topf, der nur wenig größer ist als das Wurzelvolumen.

  5. Neu eingetopfte Teilstücke mehrere Wochen lang in helles, indirektes Licht stellen und gleichmäßig feucht (nicht nass) halten. Erst düngen, wenn neues Wachstum sichtbar ist.


Ein leichter Blattverlust oder leichtes Vergilben nach der Teilung ist normal. Verschlimmertes Welken oder Schwarzwerden kann auf Überwässerung oder Schäden am Kronenansatz hindeuten. Größere Teilstücke setzen oft eine Saison mit der Blüte aus, um sich neu zu etablieren.


Samenanzucht:

Viele kommerzielle Einblatt-Sorten sind interspezifische Hybriden mit geringer natürlicher Samenfertilität. Selbst bei Handbestäubung ist der Samenansatz oft gering und die Keimrate variabel. Für Hobbygärtner ist die vegetative Teilung daher deutlich zuverlässiger, während Gärtnereien auf Gewebekultur setzen, um Sortenmerkmale zu erhalten.


💡Professionelle Vermehrung: In der Erwerbsgärtnerei hat sich die Mikrovermehrung mit „Temporary Immersion Bioreactor“-Systemen (Aka Kaçar et al., 2020) als besonders effizient erwiesen. Sie liefert große Mengen einheitlicher, krankheitsfreier Pflanzen und reduziert den Arbeitsaufwand im Vergleich zur Festmedium-Kultur. Für den Hausgebrauch ist diese Technik jedoch unpraktisch – sie erklärt aber, warum moderne Sorten so gleichmäßig und preislich erschwinglich erhältlich sind.



🔗 Mehr Vermehrungsmethoden entdecken: Im Beitrag Zimmerpflanzen vermehren: Methoden, Tipps und praktische Beispiele findest du Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Teilung, Stecklingen, Absenkern und mehr – mit praxisnahen Tipps für höhere Erfolgsraten.


🥛 Semi-Hydroponik – Eine alternative Kulturform


Spathiphyllum lässt sich gut in LECA (Blähton) oder ähnlichen inerten Substraten kultivieren. Besonders in trockenen Innenräumen kann diese Methode Vorteile bringen. Der Umstieg sollte während der aktiven Wachstumsphase (Frühjahr oder Sommer) erfolgen, damit sich schnell neue Wasserwurzeln bilden.



Umstellungsschritte & Hinweise:


  • Mit leichtem Übergangsschock rechnen – ältere Erdwurzeln sterben oft ab, bevor neue Wasserwurzeln wachsen.

  • Beim Wechsel aus Erde die Wurzeln gründlich ausspülen, um alle organischen Rückstände zu entfernen. Reste können in LECA verfaulen und das Wasser belasten.

  • Eine Nährlösung im unteren Reservoir anlegen, mit einem Luftspalt zwischen Wasseroberfläche und den meisten Wurzeln.

  • In den ersten 2–3 Wochen mit schwächerer Nährlösung starten, um empfindliche neue Wasserwurzeln zu schonen, danach auf normale Semi-Hydro-Konzentration steigern.

  • pH- und Nährstoffwerte überwachen, die Lösung alle 2–4 Wochen wechseln. LECA und Gefäß alle 4–6 Wochen mit klarem Wasser spülen, um Salzablagerungen und Biofilm vorzubeugen.

  • In kühleren Räumen darauf achten, dass die Nährlösung nicht zu kalt wird – kalte Reservoirs bremsen die Wurzelaktivität.

  • Algenbildung in transparenten Gefäßen ist harmlos, lässt sich aber durch Lichtabschirmung reduzieren.


❗ Frühwarnzeichen:Vorübergehendes Welken oder Vergilben älterer Blätter kann während der Anpassung auftreten und verschwindet in der Regel, sobald sich Wasserwurzeln etabliert haben.



Vorteile nach der Eingewöhnung:


  • Gleichmäßige Feuchtigkeitsversorgung

  • Weniger Probleme mit bodenbasierten Schädlingen

  • Berechenbarere Pflegeintervalle



🔗 Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umstieg:


Im Ratgeber Von Erde zu Semi-Hydro – Der komplette Umstiegs-Guide für Zimmerpflanzen (ohne dass sie sterben) findest du detaillierte Anweisungen, Problemlösungen und alles, was du für einen erfolgreichen Wechsel brauchst.



🔗 Nährstoffversorgung in Semi-Hydro:


Unser Zimmerpflanzen düngen in Semi-Hydroponik (LECA, Pon & mehr) zeigt dir, wie du die Nährstoffgabe auf wasserbasierte Systeme abstimmst.



📌 Worauf es ankommt: Richte die Pflege an den Anpassungen des Regenwaldes aus – helles, indirektes Licht, feucht-luftiges Substrat, leichte Nährstoffgaben und stabile Wärme – dann bleibt dein Einblatt gesund und belohnt dich mehrmals im Jahr mit Blüten.


Einblatt (Spathiphyllum) in weißem Topf mit durchgehend braunen Blattspitzen als Anzeichen für Pflegeprobleme.
Braune Blattspitzen beim Einblatt deuten oft auf zu niedrige Luftfeuchtigkeit, Salzansammlung im Substrat oder ungeeignete Bewässerung hin.




5. Schädlinge, Krankheiten & Häufige Probleme


Das Einblatt ist von Natur aus robust. Stress durch Überwässerung, schlechte Drainage, dauerhaft zu wenig Licht oder Nährstoffungleichgewicht macht es jedoch anfälliger für Schädlinge und Krankheitserreger. Hier erfährst du, wie du Probleme früh erkennst, richtig reagierst und erneuten Befall vermeidest.



Pilzkrankheiten – Die häufigste Gefahr im Innenraum ➜

Cylindrocladium-Wurzelfäule (Cylindrocladium spathiphylli)


Symptome: Vergilbende untere Blätter, plötzliches Welken trotz feuchtem Substrat, braune oder rötliche Wurzelflecken.

Ursache: Staunässe und mangelnde Sauerstoffversorgung im Wurzelbereich.

Vorbeugung: Gut drainierendes Substrat verwenden, keine stehende Nässe, Töpfe/Werkzeuge vor Wiederverwendung sterilisieren.

Behandlung: Stark befallene Pflanzen entsorgen; gesunde Teilstücke in frisches, steriles Substrat setzen.




Phytophthora-Wurzelfäule & Blattflecken (Phytophthora parasitica)


Symptome: Welken, Wurzelsterben, schwarze, wässrige Blattflecken.

Ursache: Übertragung durch kontaminiertes Wasser oder Substrat.

Vorbeugung: Blätter trocken halten, Spritzwasser vermeiden, steriles Substrat nutzen.

Behandlung: Stark befallene Pflanzen entsorgen, gesunde ggf. mit zugelassenen Mitteln behandeln.




Myrothecium-Blattflecken (Myrothecium roridum)


Symptome: Hellbraune Flecken mit dunklen, kreisförmigen Sporenlagern, oft an jungen Blättern.

Vorbeugung: Weniger Berührung, Spritzwasser vermeiden, Blätter trocken halten.

Behandlung: Befallenes Gewebe entfernen; ggf. mit zugelassenen Fungiziden behandeln.




Botrytis-Fäule (Botrytis cinerea)


Symptome: Grauschimmel an alternden Hochblättern oder verletztem Gewebe; tritt in kühlen, stillen, feuchten Räumen auf.

Vorbeugung: Verblühte Hochblätter frühzeitig entfernen, Luftzirkulation verbessern.

Behandlung: Befallenes Pflanzenmaterial entsorgen, Standortbedingungen optimieren.




Opportunistische Pilze (Rhizoctonia solani, Sclerotium rolfsii)


Symptome: Kronenfäule am Übergang zur Erde, plötzliches Zusammenbrechen, sichtbares Myzel oder kleine Sklerotien.

Vorbeugung: Kein unsterilisiertes Substrat wiederverwenden, Drainage sichern.


Bakterielle Krankheiten – Seltener, aber ernst ➜

Bakterielle Blattfleckenkrankheit (Xanthomonas campestris pv. dieffenbachiae)


Symptome: Kleine, wässrige Flecken am Blattrand mit gelbem Hof.

Vorbeugung: Überkopfbewässerung vermeiden, Luftzirkulation verbessern.




Weichfäule (Pectobacterium)


Symptome: Übelriechende, matschige Stellen an Basis oder Blättern; schnelles Absterben.

Behandlung: Keine Heilung – Pflanze entsorgen, Töpfe/Werkzeuge gründlich desinfizieren.

Viren – Selten, aber nicht heilbar ➜

INSV (Impatiens necrotic spot virus) & TSWV (Tomato spotted wilt virus)


Symptome: Ringflecken, Blattverformungen, Nekrosen, Kümmerwuchs.

Übertragung: Durch Thripse beim Saugen an den Blättern.

Maßnahme: Befallene Pflanzen vernichten, Thripse bekämpfen.

Schädlinge – Bei Früherkennung gut kontrollierbar

  • Wollläuse: Weiße, watteartige Polster an Stielen und Blattunterseiten. Manuell entfernen, mit Schmierseifenlösung oder Neem behandeln.

  • Schildläuse: Braune, unbewegliche Höcker; abkratzen oder mit Paraffin-/Hortikuluröl behandeln.

  • Spinnmilben: Feine Gespinste, Sprenkelungen; Laub abbrausen, Luftfeuchte erhöhen, ggf. Akarizide einsetzen.

  • Thripse: Silberne Streifen, schwarze Kotpunkte, verformte Neutriebe; isolieren, Blautafeln nutzen, mit Insektiziden im Wechsel behandeln oder Nützlinge einsetzen.

  • Trauermücken: Kleine schwarze Fliegen aus dem Substrat; obere Erdschicht antrocknen lassen, Gelbtafeln, BTI-Präparate oder Nematoden einsetzen.



Achtung: Öle oder Seifen nicht bei direkter Sonne oder über 27–30 °C anwenden – Gefahr von Blattschäden.


🔗 Entdecke unsere Sammlung an Ratgebern zur Schädlingsbekämpfung – vollgepackt mit Tipps zur Vorbeugung und Behandlung aller wichtigen Schädlinge, von Blattläusen und Wollläusen bis hin zu Spinnmilben und Thripsen. Finde bewährte, pflanzenfreundliche Lösungen hier:


Schädlingsbekämpfungs-Ratgeber bei Foliage Factory


Darin findest du u. a.:

  • Nützlinge für den natürlichen Pflanzenschutz

  • Wollläuse an Pflanzen – so wirst du sie los

  • Spinnmilben an Zimmerpflanzen: Vorbeugen, Erkennen & Behandeln…und viele weitere praxisnahe Anleitungen.

Abiotische Probleme – Nicht durch Schädlinge/Krankheiten verursacht

  • Braune Blattspitzen: Zu niedrige Luftfeuchte, Fluorid/Chlor im Wasser oder Salzansammlung durch Dünger.

  • Gelbe Blätter: Natürliche Alterung, Nährstoffmangel oder Wurzelstress durch Überwässerung.

  • Über- vs. Unterwässerung: Nasses Substrat + faulig riechende, braune Wurzeln → Fäule; trockenes Substrat + brüchige Blätter → Trockenstress.

  • Interveinale Chlorose: Aufhellung zwischen Blattadern, oft Magnesiummangel – einmalig ¼ TL Bittersalz/Liter geben und nach 2–3 Wochen prüfen.

  • Weniger Blüten: Zu wenig Licht, zu viel Stickstoff oder zu dichter Wuchs im Topf.



Präventions-Checkliste

  • Drainage: Gut durchlässiges Substrat, keine stehende Nässe.

  • Hygiene: Töpfe/Werkzeuge vor Wiederverwendung desinfizieren (10 % Bleiche/10 Min oder 70 % Isopropanol/1–2 Min).

  • Spritzwasser vermeiden: Direkt ins Substrat gießen.

  • Quarantäne: Neue Pflanzen 2–3 Wochen getrennt aufstellen.

  • Regelmäßige Kontrolle: Blattunterseiten, Kronenbereich und Substratoberfläche prüfen.

  • Luftzirkulation: Leichte Luftbewegung beugt Pilzsporen vor.


Erwartungen an die Erholung:

Nach Beseitigung der Ursache dauert es meist 2–6 Wochen, bis gesundes, festes Neuwachstum erscheint. Beschädigte Blätter regenerieren sich nicht – sie sollten entfernt werden, damit die Energie in neues Laub fließt.



📌 Worauf es ankommt:  Die meisten Einblatt-Probleme entstehen durch zu viel Feuchtigkeit in Kombination mit geringer Luftbewegung. Optimierte Kulturbedingungen verhindern den Großteil aller Pilz-, Bakterien- und Schädlingsprobleme – und sorgen für eine schnellere Regeneration, falls sie doch auftreten.



6. Toxizität & Sicherheit – Das solltest du wissen


Ist das Einblatt giftig?

Kurz gesagt: Ja, aber die Wirkung ist meist mild.


Alle Pflanzenteile von Spathiphyllum enthalten unlösliche Kalziumoxalatkristalle in speziellen Zellen (Idioblasten). Werden sie angekaut oder zerdrückt, dringen diese Kristalle in die Schleimhäute von Mund, Zunge und Rachen ein und verursachen dort sofortige Reizungen.


Nicht mit echten Lilien verwechseln: Das Einblatt – im Englischen oft als „Peace Lily“ bezeichnet – gehört nicht zu den echten Lilien. Arten wie Lilium oder Hemerocallis sind für Katzen schon in minimalen Mengen, selbst durch Pollen, lebensgefährlich und können akutes Nierenversagen auslösen. Beim Einblatt bleiben die Auswirkungen in der Regel auf lokale, vorübergehende Reizungen beschränkt.



➜ Symptome beim Menschen

  • Sofortiges Brennen oder Stechen in Mund oder Lippen

  • Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen

  • Schluck- oder Sprechbeschwerden

  • Gelegentlich leichte Übelkeit oder Erbrechen bei größeren Mengen

  • Haut-/Augenkontakt: Pflanzensaft kann Haut und Augen reizen.

  • Maßnahmen: Bei Hautkontakt mit Wasser und Seife abwaschen. Bei Augenkontakt 15 Minuten mit klarem Wasser spülen und ggf. Kontaktlinsen entfernen. Bei anhaltender Reizung ärztlichen Rat einholen.


✓ Behandlung: Mund gründlich mit klarem Wasser ausspülen. Kalte Milch oder Joghurt können die Reizung lindern, sofern verträglich. Kein Erbrechen auslösen. Bei zunehmender Rachenschwellung, anhaltendem Speichelfluss, Atemveränderungen oder pfeifendem Atem sofort medizinische Hilfe aufsuchen. Im Zweifel Giftnotruf anrufen.



➜ Symptome bei Haustieren


Katzen und Hunde können zeigen:

  • Starker Speichelfluss

  • Mit der Pfote an Maul oder Gesicht kratzen

  • Appetitlosigkeit oder Futterverweigerung

  • Erbrechen in schwereren Fällen


Vögel & Kleinsäuger: Papageien, Kaninchen, Nager sind ebenfalls empfindlich – selbst kleine Mengen können Reizungen verursachen.


✓ Behandlung: Maul vorsichtig mit Wasser ausspülen. Frisches Trinkwasser anbieten. Kein Erbrechen auslösen, es sei denn, ein Tierarzt rät dazu. Tierarzt oder tierärztliche Giftnotrufzentrale kontaktieren, wenn Erbrechen anhält, Schwellungen auftreten, Atemprobleme entstehen oder das Tier apathisch wirkt.



➜ Sicherheit im Haushalt

  • Standort: Außer Reichweite von Kindern und Haustieren platzieren – z. B. auf Regalen, Pflanzenständern oder in Hängeampeln.

  • Umgang: Beim Schneiden Handschuhe tragen, da Pflanzensaft empfindliche Haut reizen kann.

  • Hygiene: Nach dem Umgang Hände und Werkzeuge waschen, nicht ins Gesicht oder an die Augen fassen.

  • Entsorgung: Abgeschnittene Pflanzenteile sofort entfernen und sicher entsorgen.

  • Öffentliche Räume: In Schulen, Arztpraxen oder Empfangsbereichen erhöht platzieren, ggf. mit Hinweisschild; keine niedrigen Standorte wählen.

  • Fleckenschutz: Pollen und Pflanzensaft können Textilien und Naturstein verfärben – Hochblätter vor dem Pollenabwurf entfernen und verschütteten Pflanzensaft sofort abwischen.



➜ Was das Einblatt nicht tut

Das Einblatt enthält keine löslichen Oxalate oder Herzglykoside, wie sie in stark giftigen Pflanzen vorkommen. Die verursachten Beschwerden sind in den meisten Fällen lokal und vorübergehend, keine systemische Vergiftung.



📌 Worauf es ankommt:  Ein Einblatt kann bei Menschen und Tieren kurzfristige Reizungen im Mund oder an der Haut verursachen, wenn es angekaut oder unsachgemäß berührt wird. Mit passender Platzierung, vorsichtigem Umgang und dem Wissen, wer oder was Zugang zur Pflanze hat, ist sie für die meisten Haushalte und Arbeitsplätze sicher.



7. Nachhaltigkeit & Ethischer Anbau – Gut für Pflanze und Umwelt


➜ Torf – Nutzen, Kosten und Abwägungen


Warum Torf verwendet wird: Gartentorf ist leicht, luftig, feuchtigkeitsspeichernd und von Natur aus keimfrei – ideale Eigenschaften für die Wurzelentwicklung von Spathiphyllum.


Ökologische Kosten: Torfmoore entstehen über Jahrhunderte und speichern große Mengen Kohlenstoff. Für den Abbau werden Moore entwässert, wodurch CO₂ freigesetzt, einzigartige Lebensräume zerstört und ein extrem langsam regenerierender Rohstoff entnommen wird. Auch wenn der Gartenbau nur einen kleinen Teil des globalen Torfverlusts ausmacht, ist der CO₂-Ausstoß pro Hektar beträchtlich.



Alternativen für das Einblatt


  • Kokosfaser (Coir): Nachwachsendes Nebenprodukt aus Kokosnussschalen, sehr gute Wasserhaltefähigkeit und Struktur. Nur niedrig leitfähige, kalziumgepufferte Coir (EC < 0,5 mS/cm) verwenden, um Kalium-induzierte Nährstoffblockaden zu vermeiden. Entsalzung kann allerdings salzhaltiges Abwasser erzeugen, und der Transport verursacht CO₂.

  • Kompostierte Rinde: Verbessert die Belüftung und ahmt groben Regenwaldboden nach. Nur kompostierte Weichholzrinde nutzen – frische Rinde bindet Stickstoff.

  • Hochwertiger Grüngutkompost: Liefert Nährstoffe und nützliche Mikroorganismen. Nicht ausgereiften oder salzhaltigen Kompost im Innenraum vermeiden.

  • Perlit oder Bims: Inerte Belüfter; Perlit ist leicht, aber staubig, Bims schwerer, wiederverwendbar und stabiler.

  • Reisspelzen: Erneuerbares Belüftungsmaterial, baut sich in 1–2 Jahren ab.

  • Biokohle (Biochar): Dauerhafter Kohlenstoffträger, verbessert den Kationenaustausch; vor dem Mischen mit Dünger aufladen.


💡 Tipp: Gute torffreie Mischungen kombinieren oft Kokosfaser, Rinde, Wurmhumus oder Kompost mit Perlit oder Bims, um Wasserhaltevermögen und Drainage auszugleichen.



➜ Wasser- & Nährstoffmanagement

Regen- oder gefiltertes Wasser nutzen und kein Grauwasser mit Waschmittelresten. In Semi-Hydro-Systemen Nährlösung nie ins Abwasser leiten – stattdessen über die Kanalisation oder auf Außenflächen fern von Gewässern entsorgen.



➜ Energieverbrauch

Bei Kunstlicht auf effiziente LED-Leuchten (≥ 2,0 µmol/J) mit Zeitschaltuhr für 12–14 Stunden setzen, um Energie zu sparen.



➜ Ethische Herkunft

Die meisten kommerziellen Einblätter werden über Gewebekultur vermehrt. Das vermeidet Wildentnahmen und liefert einheitliche, krankheitsfreie Pflanzen. Achte auf Gärtnereien mit Integriertem Pflanzenschutz (IPM), die biologische Methoden bevorzugen und den Chemikalieneinsatz minimieren.



➜ Wiederverwenden, Recyceln, Auffrischen

Töpfe und Pflanzschalen wiederverwenden, vorher reinigen und desinfizieren (10 % Bleichlösung für 10 Min. oder 70 % Isopropanol für 1–2 Min.). Substrat alle 1–2 Jahre erneuern, um Belüftung und Nährstoffbalance zu sichern. Alte Erde kompostieren oder im Garten ausbringen, statt sie zu entsorgen.



➜ Phytosanierung – Forschung vs. Realität

Einige Spathiphyllum-Arten, wie S. kochii, vertragen in Studien schwermetallbelastete Böden. Die Zugabe von Natriumsilikat reduzierte die Metallaufnahme um 14–42 % und steigerte die Biomasse.


💡 Praxis zuhause: Das bedeutet nicht, dass Einblätter wirksam „Boden oder Wasser reinigen“. Wurde die Pflanze in belastetem Substrat kultiviert, diese Erde nicht kompostieren oder wiederverwenden – stattdessen gemäß örtlichen Vorschriften für Sondermüll entsorgen.


➜ Langlebigkeit = geringster Fußabdruck

Transport und Import verursachen CO₂, aber ein Einblatt, das 5–10 Jahre gesund wächst, verteilt diesen Fußabdruck auf eine viel längere Zeit als kurzlebige Dekopflanzen. Eine Sorte zu wählen, die zu den eigenen Bedingungen passt, und sie langfristig gesund zu halten, reduziert Abfall und Umweltbelastung pro Jahr deutlich.




📌 Worauf es ankommt:  Nachhaltiger Einblatt-Anbau bedeutet: auf ethische Herkunft achten, Torfverbrauch reduzieren, Wasser und Nährstoffe verantwortungsvoll einsetzen, Materialien wiederverwenden – und die Pflanze lange gesund halten, statt sie regelmäßig zu ersetzen.


Auch bei schwächerem Licht kann das Einblatt blühen, wenn andere Pflegefaktoren wie Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung stimmen.
Blühendes Einblatt (Spathiphyllum) in einem schwach beleuchteten Raum, Fenster im Hintergrund.



8. Schnellübersicht Pflege – Einblatt

Kategorie

Details

Licht

Helles, indirektes Licht ist ideal (Ostfenster oder 1–2 m hinter Süd-/Westfenster mit hellem Vorhang). Überlebt auch bei wenig Licht, blüht dann jedoch seltener. Panaschierte Sorten benötigen helleres, indirektes Licht, um die Musterung zu erhalten. Blühauslöser: ca. 10.000–15.000 Lux über mehrere Wochen bei 12–14 h Licht pro Tag.

Wasser

Gleichmäßig feucht halten; oberste 2–3 cm Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Immer gründlich gießen, keine kleinen „Schlückchen“. Untersetzer nach dem Gießen leeren. Bei hohem Fluorid-/Chlorgehalt im Leitungswasser Regen- oder gefiltertes Wasser nutzen.

Temperatur & Luftfeuchtigkeit

Optimal: 20–28 °C. Wachstum verlangsamt sich unter 15 °C, Schäden unter 7 °C möglich. Luftfeuchtigkeit 40–60 %, besser >60 %. Vor Zugluft, heißer trockener Luft und plötzlichen Temperaturschwankungen schützen.

Substrat & Topf

Feuchtigkeitsspeichernd und gut drainierend; pH 5,5–6,5. Beispiel: 1 Teil ausgespülte Kokosfaser oder Torf + 1 Teil Perlit/feine Rinde. Kunststofftöpfe halten Feuchtigkeit länger, Terrakotta trocknet schneller. Alle 1–2 Jahre umtopfen.

Düngung

Schwach zehrend: Ausgewogener, wasserlöslicher Dünger in ¼-Konzentration alle 6–8 Wochen. Kein Phosphorüberschuss (kann Blüte hemmen). Magnesiummangel mit ¼ TL Bittersalz/Liter einmalig beheben, nach 2–3 Wochen prüfen. Regelmäßig Salze ausspülen.

Pflegearbeiten

Blätter monatlich abwischen. Verblühte Hochblätter und gelbe Blätter an der Basis entfernen. Werkzeuge vor Gebrauch desinfizieren. Pflanze regelmäßig drehen für gleichmäßigen Wuchs.

Vermehrung

Teilen, wenn der Topf stark durchwurzelt ist oder die Blüte nachlässt. Jede Teilung: gesunde Wurzeln + 2–3 Blätter; Krone auf oder leicht über Substrathöhe setzen. Große Teilstücke blühen oft eine Saison nicht.

Semi-Hydro

Umstellung kann vorübergehend Wurzelverlust verursachen. Nährlösung im Reservoir mit Luftspalt halten. Alle 2–4 Wochen wechseln; Licht abschirmen, um Algenbildung zu vermeiden.

Schädlinge & Probleme

Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Thripse, Trauermücken. Krankheiten: Cylindrocladium-, Phytophthora-, Myrothecium-, Botrytis-Befall. Abiotisch: Braune Spitzen (Luftfeuchte/Salze), gelbe Blätter (Alterung/Überwässerung), weniger Blüten (zu wenig Licht/Stickstoffüberschuss). Vorbeugung: durchlässiges Substrat, Hygiene, wöchentliche Kontrolle.

Toxizität

Leichte orale Reizung bei Verzehr (Mensch, Tier). Außer Reichweite platzieren; Handschuhe beim Schneiden tragen; Hände/Werkzeuge waschen. Einblatt ≠ echte Lilie – echte Lilien hochgiftig für Katzen.


9. Fazit – Die Belohnung, wenn man seine Pflanze kennt

Ein Einblatt braucht keine Mythen oder überzogenen Versprechen, um seinen Platz im Zuhause zu verdienen. Diese Unterwuchspflanze ist robust genug, um auch weniger perfekte Bedingungen zu überstehen – und gleichzeitig ausdrucksstark genug, um gute Pflege mit kräftigem Laub und lang anhaltenden Blüten zu belohnen.


Wer seine Herkunft kennt – warme, feuchte Wälder mit gefiltertem Licht und lockerem, lebendigem Boden – versteht, warum das Einblatt helles, indirektes Licht, gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe und ein lockeres, leicht saures Substrat bevorzugt. Anpassungen wie breite Blätter oder das Vergrünen der Hochblätter sind Überlebensstrategien, die über Jahrtausende entstanden sind.


Ob im Wohnzimmer oder im Büro – das Einblatt ist weit mehr als Dekoration. Es reagiert sichtbar auf Pflege, setzt lebendige Akzente im Raum und trägt kulturelle Bedeutungen von Frieden und Erneuerung bis hin zu beständiger Anteilnahme. Diese Eigenschaften sind Teil seines weltweiten Erfolgs.


Wählst du eine Sorte, die zu deinen Bedingungen passt, gibst ihr ein geeignetes Substrat und pflegst sie mit leichter Hand, kann ein einziges Einblatt viele Jahre lang wachsen und blühen. Durch Teilung und Weitergabe verlängerst du nicht nur sein Leben, sondern reduzierst auch Abfall – so wird es ebenso nachhaltig wie schön.



Erfolgsformel:

Helles, gefiltertes Licht + gleichmäßig feuchtes, luftiges Substrat + Wärme und moderate Luftfeuchte + leichte Düngung = gesundes Wachstum, sauberes Laub und 1–3 Blühzyklen pro Jahr.

Pflegst du dein Einblatt mit derselben Beständigkeit, die es selbst zeigt, hast du mehr als nur eine Pflanze – du hast eine beständige, lebendige Präsenz, die dir Jahr für Jahr antwortet.



Finde dein perfektes Einblatt:

Von kompakten Tischpflanzen bis zu imposanten Solitären – unsere Auswahl an Spathiphyllum-Sorten deckt jeden Lichtbereich und jede Raumgröße ab. Entdecke das ganze Sortiment und wähle die Sorte, die zu deinem Raum und Stil passt.






Zwei makellose, dunkelgrüne Blätter eines gesunden Einblatts (Spathiphyllum) vor weißem Hintergrund.
Gesunde Blätter als sichtbarer Beweis für artgerechte Pflege.


10. Quellen & Weiterführende Literatur



Missouri Botanical Garden. (n.d.). Spathiphyllum. Tropicos. https://www.tropicos.org/name/40002667


POWO. (n.d.). Spathiphyllum Schott. In Plants of the World Online. Facilitated by the Royal Botanic Gardens, Kew., https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:30003632-2


Aka Kaçar, Y., Dönmez, D., Biçen, B., Erol, M. H., Şimsek, Ö., & Yalçın Mendi, Y. (2020). Micropropagation of Spathiphyllum with Temporary Immersion Bioreactor System. Turkish Journal of Agriculture and Forestry. Retrieved from https://agrifoodscience.com/index.php/TURJAF/article/view/3364


Altland, J. (2024). In defense of peat. Greenhouse Management. Retrieved from https://www.greenhousemag.com/article/peat-defense-james-altland/


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