Anthurium marmoratum – Marmoriertes Cardiolonchium aus den Nebelwäldern Kolumbiens und Ecuadors
Anthurium marmoratum Sodiro ist ein elegantes Mitglied der Sektion Cardiolonchium, bekannt für sein längliches, pergamentartiges Laub und die charakteristische Marmorierung. Die Blattstiele sind robust, an der Basis verdickt, mit einer Scheide versehen und auf der Oberseite leicht gefurcht. Die Blattspreiten sind elliptisch-lanzettlich, mehr als dreimal so lang wie breit und an der Basis tief herzförmig mit sanft zusammenlaufenden hinteren Lappen. Die Oberseite zeigt unregelmäßige, helle Sprenkelungen, während die Unterseite grünlich-glauk wirkt und so einen feinen Zweiton-Kontrast erzeugt.
● Marmorierung und Struktur, die es unverwechselbar machen
- Sektion Cardiolonchium: Gekennzeichnet durch lange, herzförmige Blätter mit kräftiger Struktur für feuchte Bergwälder.
- Blattstiele: Kräftig, scheidig und mit oberseitiger Furche, bieten stabile Stütze.
- Blatttextur: Pergamentartiges Gefühl mit klarer Struktur und Haltbarkeit.
- Musterung: Oberseite marmoriert mit helleren Flecken, Unterseite grünlich-glauk.
- Hintere Lappen: Leicht zusammenlaufend, ein typisches Bestimmungsmerkmal.
● Herkunft und Wuchsform
Heimisch in Kolumbien und Ecuador wächst Anthurium marmoratum in feuchten Nebelwäldern mittlerer bis höherer Lagen, oft über 1.000 m. Es tritt als terrestrische Art in humusreichen Böden auf, gelegentlich auch epiphytisch auf moosigen Ästen. In seinem Habitat profitiert es von kühlen, konstanten Temperaturen, gefiltertem Licht und gleichmäßiger Feuchtigkeit durch Nebel und Regen.
● Pflegehinweise für Anthurium marmoratum
- Licht: Helles, indirektes Licht betont die Marmorierung und sorgt für harmonische Blattproportionen.
- Gießen: Substrat gleichmäßig feucht halten, aber nicht vernässen; Oberfläche leicht abtrocknen lassen.
- Luftfeuchtigkeit: Ab 65 % aufwärts, um Blattspitzenbrand zu verhindern und Struktur zu bewahren.
- Temperatur: Optimal 18 – 25 °C; längere Werte unter 15 °C vermeiden.
- Substrat: Luftige Aroid-Mischung mit organischen und mineralischen Anteilen.
- Düngung: Reduzierte Flüssigdüngergaben während des aktiven Wachstums.
- Semi-hydro: Eignet sich auch für mineralische Systeme mit stabiler Feuchtigkeit.
● So bleibt die Marmorierung klar erkennbar
- Verblasste Musterung: Oft durch zu wenig Licht – Standort heller wählen.
- Braune Ränder: Folge zu niedriger Luftfeuchtigkeit oder unregelmäßigem Gießen – Bedingungen stabilisieren.
- Wachstumsstopp: Häufig bei verdichtetem Substrat oder Nährstoffmangel – Mischung erneuern und düngen.
● Details für erfahrene Aroid-Sammler
Ausgewachsene Exemplare können Blütenstände mit blass- bis grünlicher Spatha und gelbgrünem Kolben hervorbringen, manchmal mit leicht rötlichem Ansatz an der Basis. Samenvermehrung ist möglich, aber langsam; Teilung ist die gängigere Methode, um Sortenmerkmale zu bewahren. Im Vergleich zu sensibleren Cardiolonchium-Arten gilt Anthurium marmoratum als moderat anspruchsvoll, solange Luftfeuchtigkeit und Pflege konstant bleiben.
● Namensherkunft
Der Gattungsname Anthurium leitet sich vom Griechischen anthos („Blüte“) und oura („Schwanz“) ab und bezieht sich auf den Kolben. Das Art-Epitheton marmoratum bedeutet „marmoriert“ und beschreibt direkt das Muster der Blätter.
● Häufige Fragen zu Anthurium marmoratum
- Verändert sich das Muster mit dem Alter? Ja, die Sprenkelung wird unter stabilen Bedingungen deutlicher.
- Wie groß werden die Blätter? In Kultur bis 60 – 70 cm Länge möglich.
- Ist es ein langsamer oder schneller Wuchs? Mittel – wächst stetig bei Wärme, Feuchtigkeit und Licht.
- Ist die Pflanze haustiersicher? Nein, wie alle Anthurien enthält sie unlösliche Kalziumoxalate und ist für Haustiere ungeeignet.
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Anthurium marmoratum
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